Einrichtung & Praxis · VPN-Wissen
Wie testet man, ob ein VPN wirklich schützt?
Auch: VPN-Leak-Test · VPN prüfen · Dichtheitsprüfung
Kurzantwort
Ein vollständiger VPN-Test prüft fünf Dinge: IP-Adresse, DNS-Server, WebRTC, IPv6 und den Kill Switch. Dafür reichen kostenlose Leak-Test-Websites und zehn Minuten Zeit. Getestet wird einmal nach der Einrichtung – und nach jedem großen System- oder App-Update erneut.
Das Prinzip: Vorher-nachher-Vergleich
Jeder Einzeltest folgt derselben Logik: erst ohne VPN messen, dann mit aktivem Tunnel – alles, was gleich bleibt, ist ein Leak. Die IP-Adresse muss zum gewählten Serverstandort wechseln, als DNS-Server dürfen nur noch die des VPN-Anbieters antworten, WebRTC darf keine echte Adresse mehr preisgeben, und eine IPv6-Adresse darf entweder gar nicht oder nur als Anbieter-Adresse erscheinen. Der Kill Switch ist der einzige Test mit Handarbeit: Tunnel im laufenden Betrieb trennen (z. B. Prozess beenden oder Server wechseln) und prüfen, ob das Internet sofort blockiert wird.
Kurz-Fakten
- Die fünf Prüfpunkte: IP, DNS, WebRTC, IPv6, Kill Switch.
- Bekannte Test-Seiten zeigen IP-, DNS- und WebRTC-Ergebnisse auf einen Blick.
- Wichtig: jeden Test einmal ohne und einmal mit VPN durchführen und vergleichen.
- Wiederholen nach System-Updates, App-Updates und Browserwechsel.
- Mobil separat testen – Smartphone-Apps verhalten sich anders als Desktop-Clients.
Der 10-Minuten-Leak-Check – Schritt für Schritt
- Basiswerte notieren: Ohne VPN eine Leak-Test-Seite öffnen und IP-Adresse, DNS-Server und IPv6-Adresse festhalten.
- VPN verbinden und die Seite neu laden: Die IP muss jetzt zum gewählten Serverstandort gehören.
- DNS prüfen: In der Ergebnisliste dürfen ausschließlich Server des VPN-Anbieters auftauchen – kein Provider-DNS.
- WebRTC prüfen: Der WebRTC-Abschnitt darf die echte Adresse aus Schritt 1 nicht mehr anzeigen.
- IPv6 prüfen: Entweder erscheint keine IPv6-Adresse oder eine des VPN-Anbieters – niemals die eigene aus Schritt 1.
- Kill Switch testen: Verbindung im laufenden Betrieb kappen (Server wechseln oder Prozess beenden) – das Internet muss blockiert sein, bis der Tunnel wieder steht.
Für die Praxis
Ein VPN ohne Leak-Check ist ein ungeprüftes Sicherheitsversprechen – der Test macht aus Vertrauen Gewissheit und kostet weniger Zeit als die Anbieterauswahl. Wer die sechs Schritte einmal durchgespielt hat, erkennt Probleme künftig in Sekunden.
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Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW