Sicherheit & Privatsphäre · VPN-Wissen
Was ist ein Kill Switch?
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Kurzantwort
Ein Kill Switch kappt sofort die komplette Internetverbindung, wenn die VPN-Verbindung unerwartet abbricht. Ohne ihn würde der Datenverkehr in diesem Moment ungeschützt und mit echter IP-Adresse weiterlaufen – oft unbemerkt. Er ist damit die wichtigste Absicherung gegen versehentliche Daten-Leaks.
System-Level oder App-Level?
Ein System-Level-Kill-Switch blockiert per Firewall-Regel jeglichen Verkehr außerhalb des Tunnels – die sicherste Variante. Ein App-Level-Kill-Switch beendet nur ausgewählte Programme, etwa den Torrent-Client. Unter Android übernimmt das Betriebssystem die Aufgabe selbst: Die Option „Durchgehend aktives VPN“ plus „Verbindungen ohne VPN blockieren“ in den Einstellungen ist ein nativer Kill Switch ohne Zusatzsoftware.
Kurz-Fakten
- Typische Abbruch-Ursachen: WLAN-Wechsel, Funklöcher, Standby, überlastete Server.
- Zwei Bauarten: systemweit (Firewall-Regeln) oder pro Anwendung.
- Android bringt einen nativen Kill Switch mit („Verbindungen ohne VPN blockieren“).
- Bei seriösen Anbietern Standard – aber nicht immer ab Werk aktiviert.
- Ein dauerhaft aktiver Kill Switch blockiert das Internet auch, wenn das VPN bewusst aus ist – daran denken, bevor man den Fehler beim Router sucht.
Für die Praxis
Wer ein VPN aus Datenschutzgründen nutzt, sollte den Kill Switch als Pflichtausstattung betrachten und nach der Installation als Erstes aktivieren. Ohne ihn ist der Schutz eine Wette darauf, dass die Verbindung niemals abbricht – und diese Wette verliert man auf Reisen und im Mobilfunk regelmäßig.
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Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW