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Was ist ein IPv6-Leak?
Auch: IPv6 Leak · IPv6-Leck
Kurzantwort
Ein IPv6-Leak entsteht, wenn der VPN-Tunnel nur IPv4 transportiert, der Anschluss aber auch IPv6 spricht. IPv6-Verbindungen laufen dann ungeschützt am Tunnel vorbei – mit der echten Adresse. Da deutsche Anschlüsse fast flächendeckend IPv6 nutzen, ist das hierzulande besonders relevant.
Drei saubere Lösungen
Die beste Lösung ist ein Anbieter, der IPv6 vollständig durch den Tunnel routet – noch immer keine Selbstverständlichkeit, aber bei Diensten wie Mullvad Standard. Zweitbeste Lösung: Die VPN-App blockiert IPv6-Verkehr konsequent, solange der Tunnel steht (verbreitete Praxis, im Leak-Test überprüfen). Notlösung: IPv6 am Gerät oder Router deaktivieren – funktioniert, kappt aber ein modernes Protokoll für alle Anwendungen und sollte die Ausnahme bleiben.
Kurz-Fakten
- Deutschland gehört bei der IPv6-Nutzung zur Weltspitze (deutlich über 70 Prozent, Richtwert).
- Betriebssysteme bevorzugen IPv6 automatisch, wenn beide Wege offenstehen.
- Lösungen: IPv6 im Tunnel (ideal), IPv6-Blockade durch die App, notfalls Deaktivieren.
- DS-Lite-Anschlüsse (Kabel) sind besonders betroffen – dort läuft fast alles über IPv6.
- Test: Leak-Seiten zeigen, ob eine IPv6-Adresse trotz VPN sichtbar ist.
Für die Praxis
Der IPv6-Leak ist der deutsche Klassiker unter den VPN-Lücken – gerade an modernen Glasfaser- und Kabelanschlüssen. Die Anbieterfrage „Wird IPv6 getunnelt oder blockiert?“ gehört deshalb in jede Kaufentscheidung; die Antwort verrät nebenbei viel über die technische Sorgfalt des Dienstes.
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Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW