Zum Inhalt springen
VPNVERSTÄNDLICH ERKLÄRT

Sicherheit & Privatsphäre · VPN-Wissen

Was ist ein IPv6-Leak?

Auch: IPv6 Leak · IPv6-Leck

Kurzantwort

Ein IPv6-Leak entsteht, wenn der VPN-Tunnel nur IPv4 transportiert, der Anschluss aber auch IPv6 spricht. IPv6-Verbindungen laufen dann ungeschützt am Tunnel vorbei – mit der echten Adresse. Da deutsche Anschlüsse fast flächendeckend IPv6 nutzen, ist das hierzulande besonders relevant.

IPv6-Leak: Der zweite Weg am Tunnel vorbeiDrei Stationen: Der VPN-Tunnel transportiert nur IPv4, das Betriebssystem bevorzugt aber IPv6, wenn eine Website es anbietet – diese Verbindungen verlassen das Gerät ungeschützt mit der echten IPv6-Adresse.Tunnel kannnur IPv4Anbieter ohne IPv6-SupportSystembevorzugt IPv6wenn die Website es anbietetVerkehr läuftaußen vorbeiechte IPv6-Adresse sichtbar
Zwei Protokolle, ein Tunnel: Was der Tunnel nicht abdeckt, sucht sich den direkten Weg.

Drei saubere Lösungen

Die beste Lösung ist ein Anbieter, der IPv6 vollständig durch den Tunnel routet – noch immer keine Selbstverständlichkeit, aber bei Diensten wie Mullvad Standard. Zweitbeste Lösung: Die VPN-App blockiert IPv6-Verkehr konsequent, solange der Tunnel steht (verbreitete Praxis, im Leak-Test überprüfen). Notlösung: IPv6 am Gerät oder Router deaktivieren – funktioniert, kappt aber ein modernes Protokoll für alle Anwendungen und sollte die Ausnahme bleiben.

Kurz-Fakten

Für die Praxis

Der IPv6-Leak ist der deutsche Klassiker unter den VPN-Lücken – gerade an modernen Glasfaser- und Kabelanschlüssen. Die Anbieterfrage „Wird IPv6 getunnelt oder blockiert?“ gehört deshalb in jede Kaufentscheidung; die Antwort verrät nebenbei viel über die technische Sorgfalt des Dienstes.

Verwandte Fragen

Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW