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Was ist Split Tunneling?
Auch: geteilter Tunnel · Split-Tunnel · App-Ausnahmen
Kurzantwort
Split Tunneling schickt nur ausgewählten Datenverkehr durch den VPN-Tunnel – der Rest nimmt den direkten Weg ins Internet. Gesteuert wird pro App, pro Website oder pro IP-Bereich, je nach VPN-Client. So lassen sich Tempo, Kompatibilität und Schutz gezielt kombinieren.
Wofür sich der geteilte Tunnel lohnt – und wo er riskant wird
Der Klassiker: Die Banking-App mag keine Auslands-IP, der Drucker im Heimnetz ist bei vollem Tunnel unerreichbar, und das Videostreaming soll die volle Leitung nutzen – drei Ausnahmen, ein Problem gelöst. Die Kehrseite ist gedankliche Buchführung: Jede Ausnahme ist eine bewusste Schutzlücke, und wer vergisst, welcher Browser gerade außen herum läuft, hebelt den eigenen Schutz unbemerkt aus. Faustregel: Ausnahmen nur für konkrete, benannte Fälle – nie „der Einfachheit halber“ den halben Verkehr ausklammern.
Kurz-Fakten
- Steuerung je nach Client: pro App (verbreitet), pro Domain/Website oder pro IP-Bereich.
- Inverses Split Tunneling dreht die Logik um: Nur ausgewählte Apps gehen in den Tunnel.
- Android bringt App-basiertes Split Tunneling im System mit; unter iOS ist es stark eingeschränkt.
- Typischer Nebeneffekt: Lokale Geräte (Drucker, NAS) bleiben erreichbar.
- Jede Ausnahme läuft mit echter IP – der Leak ist hier Absicht, nicht Panne.
Für die Praxis
Split Tunneling ist das Werkzeug für Erwachsene unter den VPN-Funktionen: maximal praktisch, wenn man weiß, was man tut – und eine stille Schutzlücke, wenn nicht. Wer es nutzt, führt am besten eine kurze Liste der Ausnahmen und prüft sie beim Leak-Check gleich mit.
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Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW