Sicherheit & Privatsphäre · VPN-Wissen
Was bringen unabhängige VPN-Audits?
Auch: No-Log-Audit · Sicherheitsaudit · Prüfbericht
Kurzantwort
Unabhängige Audits sind Prüfungen von VPN-Anbietern durch externe Fachfirmen – der einzige belastbare Beleg für No-Log-Versprechen und Code-Qualität. Geprüft werden je nach Auftrag die Log-Praxis, die Apps und Server oder die gesamte Infrastruktur. Entscheidend ist der Umfang: Ein App-Audit sagt nichts über die Log-Frage.
Wie man Prüfberichte richtig liest
Vier Fragen entlarven Feigenblatt-Audits: Wer hat geprüft (eine renommierte Firma wie Deloitte, PwC, KPMG oder Cure53 – oder ein No-Name)? Was genau war der Prüfumfang? Wann war das (ein Audit von vor vier Jahren belegt wenig)? Und ist der Bericht öffentlich einsehbar oder nur eine Pressemitteilung? Seriöse Anbieter wiederholen Audits regelmäßig und verlinken die Berichte – ergänzt um Transparenzberichte über Behördenanfragen. Ein einzelnes, uraltes, unveröffentlichtes Audit ist dagegen selbst schon ein Warnsignal.
Kurz-Fakten
- Bekannte Prüfer: Deloitte, PwC, KPMG (No-Log/Prozesse) und Cure53 (Code).
- Die vier Prüfsteine: Prüfer, Umfang, Datum, Veröffentlichung.
- Gute Praxis: jährliche Wiederholung plus öffentliche Berichte.
- Ergänzende Belege: Transparenzberichte und bestandene Ernstfälle (Razzien, Gerichtsverfahren).
- Ein Audit ist eine Momentaufnahme – kein Freifahrtschein für die Ewigkeit.
Für die Praxis
Audits sind das Gegengift zur Behauptungs-Branche: Sie verwandeln „vertrau uns“ in „prüf nach“. Perfekt sind sie nicht – aber ein Anbieter, der sich regelmäßig externen Prüfern stellt und die Ergebnisse veröffentlicht, hat strukturell weniger zu verbergen als einer, der nur Superlative veröffentlicht.
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Stand: Juli 2026 · Geprüft von SEO NW